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Fotos Marketing

Ob Anwalt oder Anwältin, Steuerberater oder Steuerberaterin: Ab und an steht jeder von Ihnen vor der Entscheidung, neue Fotos für sein Marketing zu machen. Sie sollen aktuell sein und mit Ihrer Corporate Identity harmonieren – ob als Einzelkämpfer, Partner in einer größeren Sozietät oder Angestellte(r).

Damit Fotos zum Erfolg werden, ist es sinnvoll, auf ein paar Details zu achten.

Kleider machen Leute – immer wieder zutreffend

Selbstverständlich spielt die Wahl der Kleidung eine immense Rolle bei der Wirkung auf den Betrachter. Dessen sollte man sich immer bewusst sein. Es hilft oftmals, sich in die Position des Betrachters zu versetzen. Schon stellt man fest, dass Lieblingsblazer oder Lieblingskrawatte nicht unbedingt die beste Wahl für das Business-Fotoshooting sind.

Deswegen nun ein paar Styling-Tipps:

Liebe Damen, bitte tragen Sie keine zu enge Kleidung, durchscheinende Blusen, zu kurze Röcke oder üppigen Schmuck. Auch das Make-Up sollte nicht übermäßig kräftig sein.

Werte Herren: Achten Sie darauf, ein Sakko und/oder Hemd zu tragen, das passt. Krawatte oder Fliege sind kein Pflichtprogramm, sondern eher Stilfrage (der Kanzlei).

Für beide Geschlechter sind einfarbige Hosenanzüge bzw. Kostüme vorteilhaft, kleine Muster oder verspielte Ornamente stören eher. Denken Sie bitte auch an das passende Schuhwerk, selbst wenn man die Schuhe nicht sieht. Sie sollten sich sicher bewegen können. Auch ein Friseurtermin vor dem Fotoshooting ist ein Pluspunkt, Bartträger dürfen auch gerne ihren Bart in Form bringen lassen.

Körpersprache wird auf der ganzen Welt „gesprochen“ und verstanden

Vor einem Shooting ist es sinnvoll, sich darüber Gedanken zu machen, wen Sie ansprechen möchten und welche Reaktion Sie auslösen möchten. Das hört sich vielleicht komisch an, ist aber von unschätzbarem Wert!

Viele von Ihnen halten immer wieder Reden vor Publikum und kennen das Problem mit den Händen und Armen: Wie störend Arme sein können, wenn man nicht weiß, wohin damit! Vor Ihrem Auditorium stellen Sie sich sicherlich nicht mit verschränkten Armen auf, nicht wahr?

Grundsätzlich muss man sagen, dass verschränkte Arme in einer Verhandlung eine eher ablehnende, abwehrende Haltung und somit Konfrontation bedeuten. Im schlimmsten Fall, wenn weitere Faktoren der Körperspannung und Mimik zutreffen, kann man dies durchaus als Kampfansage werten. Beim besten Willen kann man es sich kaum vorstellen, dass dies Ihre Botschaft ist, welche Sie über Ihre Bilder auf Ihrer Webseite transportieren möchten.

Ich weiß, dass es oftmals auch als Stärke und Durchsetzungsvermögen gewertet wird, wenn jemand die Arme vor dem Körper verschränkt. Das ist wie gesagt in einer Verhandlung im Live-Zustand sicher vertretbar. Bei Bildern handelt es sich aber um eine stehende Momentaufnahme, die den ersten Eindruck potenzieller Mandanten bestimmt. Für einen Strafverteidiger ist dies also durchaus eine denkbare Pose für Fotos, für einen Wirtschaftsmediator eher nicht.

Daher ist es ratsam, vor dem großen Shooting vor dem Spiegel die eine oder andere Position zu üben, um sich dann beim Shooting etwas natürlicher zu bewegen und sicherer zu fühlen. Es gibt so viele andere Möglichkeiten für die Gestik der Hände und Arme. Sie können beim Shooting etwas erzählen und dabei ganz natürlich Ihre Hände und Arme zur Unterstützung mitbewegen. Positiv und wohlwollend sind Hände, die seitlich oder nach oben geöffnet sind.

Bitte verschanzen Sie sich auch nicht hinter Ihrer BGB-Sammlung auf Ihrem Schreibtisch. Trauen Sie sich, offen und klar mit Ihren potenziellen Mandanten zu kommunizieren und transportieren Sie das auch im Bild.

Nebenbei noch ein weiterer Tipp: Wenn Sie ein Gruppenfoto der gesamten Sozietät planen, gilt hier genauso, dass jeder mit den Armen etwas anderes machen darf. Keinesfalls sollten Sie, wie beim Elfmeter im Fußball, die Hände schützend als Mauer unterhalb der Hüfte halten oder allesamt die Arme vor der Brust verschränken.

Fazit: Mit Körpersprache bewusst kommunizieren

Zusammenfassend kann man sagen, dass Sie sich immer vor Augen führen sollten, wen Sie ansprechen möchten. Wer ist Ihre Zielgruppen? Was soll über die Körpersprache kommuniziert werden?

Auch hier ist eine gute Vorbereitung und Inszenierung ein Erfolgsgarant. Daher ist es von großem Vorteil, wenn Sie Ihren Fotografen einweihen und genügend Zeit einplanen. Nur wenn der Fotograf weiß, was Sie zum Ausdruck bringen wollen, kann er Sie hilfreich unterstützen.

Foto: AdobeStock/© Imillian 

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