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Vorträge

Marketing hat ein Ziel: Sie als Anwalt bzw. Steuerberater und damit als Anbieter von Dienstleistungen bekannter zu machen, sodass zukünftige Mandanten auf Sie aufmerksam werden. Für Künstler gilt das Sprichwort: Die beste Werbung für einen selbst ist ein guter Auftritt. Das gilt auch für den Anwalt bzw. Steuerberater, denn ein zufriedener Klient und ein erfolgreich abgeschlossenes Mandat sind vermutlich die bestmögliche Werbung. Denn nichts ist wertvoller als die Empfehlung genau dieses glücklichen und zufriedenen Kunden.

Mehr Menschen ansprechen und überzeugen

Wie aber können Sie auf einen Schlag mehr als nur einen Mandanten davon überzeugen, dass Sie nicht nur fachlich versiert, sondern auch noch sympathisch sind und dafür brennen, sich für die Belange Ihrer Mandanten einzusetzen?

Die einfache Antwort: Durch einen spannenden Fachvortrag! Manch geneigter Jurist mag denken, dass es einen „spannenden Fachvortrag“ in der Juristerei nicht geben kann. Wer so denkt, vergibt aber eine wirkungsvolle Akquise-Chance und genau genommen ist auch der Auftritt vor Gericht oder ein Verhandlungstermin vor Ort nichts anderes als ein „Vortrag“, bei dem Sie Ihr Gegenüber überzeugen müssen – nur eben mit kleinerem Publikum.

Aber machen Sie sich immer wieder klar: Fakten allein sind – trotz aller juristischen Argumente – nicht streitentscheidend.

Mit den nachfolgenden fünf Tipps können Sie Ihr Publikum – gleich ob Juristen oder nicht – deutlich besser begeistern:

1. Botschaft definieren

Der wichtigste und allererste Schritt ist die Frage: Was will ich eigentlich sagen? Welcher soll der eine Punkt sein, den das Publikum am Ende mitnehmen soll?

Das kann sein: „Beim Vererben kann man auch sparen“, oder aber auch: „Egal, was Sie auf dem Herzen haben – ich setze mich mit aller Energie für Ihre Interessen ein!“ Sprechen Sie, worüber Sie Lust haben und wählen Sie Beispiele aus, die Sie auch Ihren Freunden erzählen würden – dann wissen Sie, dass Sie das Publikum nicht langweilen werden, weil SIE SELBST für das Thema brennen.

2. Fakten mit Emotionen verbinden

Juristen sind faktengetrieben. Damit haben sie leider denkbar schlechte Voraussetzungen, um bei ihrem Publikum nachhaltig in Erinnerung zu bleiben.

Denn was bei den Menschen – bei Juristen wie Nichtjuristen freilich gleichermaßen – hängen bleibt, sind Bilder und Emotionen. Viel zu oft habe ich schon den Einwand gehört: „Bei meinem Vortrag handelt es sich um einen Fachvortrag – für Bilder ist da kein Platz!“
Das stimmt nicht, denn Platz ist immer. Und mehr noch, es ist sogar eigentlich ganz einfach, Fakten mit Bildern und Emotionen aufzuladen.

Sie werden merken: Es macht nicht nur Ihnen mehr Spaß, sondern der Spaß ist auch noch ansteckend.

3. Innere Haltung 

Konzentrieren Sie sich auf Ihre innere Haltung – das lässt Sie selbstsicherer und charismatischer wirken.

Probieren Sie es aus: Ein wolkenverhangener Tag wird schön, wenn Sie sich vorstellen, wie trist es wäre, wenn es regnet. Und ein Vortrag, der kurz bevorsteht, ruft in einem die Vorfreude hervor, wenn man sich kurz klarmacht, dass dank der Vorbereitung (siehe unten unter Punkt 5) jeder der Zuhörer etwas mitnehmen wird. Also Zügel los, entspannt geht’s in den „Kampf“. 

4. Nervosität

Die gute Nachricht: Jeder (JEDER) ist vor einem Auftritt nervös – das ist völlig normal. Fakt ist aber auch, dass es im Publikum nicht selten niemand bemerkt.

Das beste Mittel gegen Nervosität ist gute Vorbereitung. Das zweitbeste Mittel ist, sich noch einmal kurz die bevorstehende Situation klarzumachen. Sie müssen nicht die Welt retten und schießen auch nicht den entscheidenden Elfmeter in einem Fußball-WM-Finale, sondern Sie halten einen Vortrag vor einem interessierten Publikum (sonst wäre es vermutlich nicht da).

Kurz bevor es losgeht, die Atmung zur allgemeinen Beruhigung bewusst in den Bauch lenken.

5. Üben, üben, üben …

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, aber durch Üben kann man beinahe alles lernen. Und ein Vortrag, den Sie schon fünf Mal übungsweise gehalten haben, wird Ihnen souverän von den Lippen gehen. Nach zehn Übungsdurchgängen können Sie vielleicht sogar auf Ihre Karteikarten verzichten und den Vortrag frei halten – die Königsdisziplin.

Durch das Training bekommen Sie außerdem ein besseres Zeitgefühl und können sich Formulierungen einprägen, über die Sie dann später nicht mehr fallen können. Übrigens: Je mehr Sie geübt haben, desto weniger nervös werden Sie sein.

Und zu guter Letzt: Die Wirkung Ihres Vortrags lässt sich dank YouTube schnell vervielfachen. Nehmen Sie den Vortrag mit einer Kamera und einem Steckmikrofon auf. Schneiden Sie die besten Momente auf ein zwei- bis dreiminütiges Video. Und schon haben Sie ein unschlagbares Online-Marketing-Tool, das begeistert.

Foto: Thaut Images/Fotolia.de