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Man sucht mit Lupe das Wort Keywords - bildlich für Kanzleimarketing und Suchmaschinenoptimierung

Um im Internet mit einer Kanzleiwebsite erfolgreich Mandantenakquise zu betreiben, muss Ihre Website zuerst von potenziellen Mandanten gefunden werden. Und dafür müssen Sie etwas tun, denn Zufall kennen Suchmaschinen nicht. Und auch allgemein sind die Texte auf Ihrer Website wichtiger als Sie denken: Wenn Inhalte einen Leser abschrecken, weil er Texte nicht sofort versteht, bringt Ihnen das gar nichts für Ihr Kanzleimarketing. Denn wer den Inhalt Ihrer Website nicht schnell überblicksmäßig erfassen kann, verlässt Ihre Website so schnell, wie er gekommen ist.

Statt persönlicher Empfehlung: Befragung der Suchmaschinen

Wurden Sie einem Rechtsratsuchenden nicht persönlich empfohlen – werden Sie also nicht gezielt im Internet gesucht – kommt es darauf an, dass Ihre Website bei Suchanfragen, z. B. über Google, zu allgemeinen Suchbegriffen im Kontext „Rechtsanwalt“ oder „Steuerberater“ gut zu finden ist. Allerdings ist es kein Zufall, welche Websites auf der ersten Seite der Trefferliste bei Google angezeigt werden:

Einerseits werden hier zu einer konkreten Suchanfrage (z. B. „Rechtsanwalt“, „Medienrecht“, „München“) Websites angezeigt, deren Betreiber Anzeigen gegen Entgelt geschaltet haben. Diese Anzeigen sind so konzipiert, dass Sie nur angezeigt werden, wenn eine Suchanfrage bestimmte Schlagworte – wie eben „Rechtsanwalt Medienrecht München“ – enthält. Diese bezahlten Anzeigen (Stichwort: „Google Ads“) – oben und rechts auf ersten Seite bei Google – sind leicht daran zu erkennen, dass sie ausdrücklich als „Anzeige“ gekennzeichnet sind.

Andererseits kann man die Position der eigenen Website in der Trefferliste ohne Werbeanzeige verbessern, indem man die Kanzleiwebsite mit den Schlagworten versieht, die der potenzielle Mandant bei einer Suchanfrage eingibt, wenn er auf der Suche nach einem Steuerberater oder einem Rechtsanwalt für ein bestimmtes Rechtsproblem  ist – z. B. „Rechtsanwalt“ „Medienrecht“ „München“.

Warum eine Website auch ohne Werbeanzeige gefunden wird

Suchmaschinen analysieren Webseiten anhand des Domainnamens (z. B. www.kanzleimarketing.de), anhand der Anzahl der Unterseiten einer Webpräsenz und vor allem auch anhand der Textinhalte. Aus diesem Durchsuchen und Analysieren einer Website („crawling“) ermittelt Google die Relevanz einer Internetpräsenz für den Nutzer. Die Suchmaschine ermittelt die Relevanz aber nicht willkürlich, sondern analysiert die Relevanz der Seiten für Nutzer, die bestimmte Schlagworte bei einer Suchmaschinenanfrage eingeben.

Schlagworte: Der Schlüssel zum Erfolg in der Suchmaschinenoptimierung

Auch den Texten auf einer Website kommt für die Suchmaschinenoptimierung („Search Engine Optimization“ kurz „SEO“) große Bedeutung zu: Nur wenn die Texte einer Kanzleiwebsite zu den Schlagworten passen, die die Nutzer als Suchanfragen bei Suchmaschinen eingeben, hat diese Website eine Chance, in der Trefferliste zu einer Suchanfrage zu erscheinen.

Das bedeutet: Je besser die Texte auf einer Kanzleiwebsite zu den Schlagworten passen, die potenzielle Mandanten in Ihrem Fall in eine Suchmaschine eingeben würden, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Kanzleiwebsite auf der ersten Seite der Trefferliste für eine bestimmte Suchanfrage angezeigt wird. Als Rechtsanwalt aus München mit dem Schwerpunkt Verwaltungsrecht sollten beispielsweise die Worte „München Rechtsanwalt und Verwaltungsrecht“ nicht zu selten auf Ihrer Website zu lesen sein.

Richtige Dichte und Textstruktur

Allerdings funktioniert es auch nicht, so oft wie möglich die relevanten Schlagworte irgendwo und irgendwie auf einer Website zu platzieren. Vor allem Google „lernt ständig dazu“: Die Zeiten, in denen man einen Text mit relevanten Schlagworten überfrachten und so Suchmaschinen beeindrucken konnte, sind definitiv vorbei.

Suchmaschinen haben gelernt, Seiteninhalte semantisch zu analysieren und zu erkennen, ob eine Seite mit zu den Schlagworten passenden Inhalten bestückt ist. Je relevanter also der Inhalt einer Kanzleiwebsite, z. B. für das Thema Medienrecht insgesamt ist, desto höher ist die Chance, dass Ihre Kanzleiwebsite von einer Suchmaschine weit oben in einer Trefferliste zu einer Suchanfrage erscheint.

Verständlichkeit für Laien – schreiben Sie nicht für Kollegen!

Neben all der Suchmaschinenoptimierung dürfen Sie nicht vergessen, dass auch Menschen Ihre Website lesen (sollen). Und diese Menschen sind in der Regel keine Juristen oder Steuerberater, die Fachsprache und Fachbegriffe aus dem Effeff beherrschen. Deswegen sollten die Texte Ihrer Website so formuliert sein, dass sie juristisch korrekt sind – keine Frage! Aber ein Laie muss schnell erfassen können, worum es auf Ihren Seiten geht und erkennen, ob genau Sie der richtige Anwalt bzw. Steuerberater für sein Anliegen sind.

Außerdem können Sie den Besuchern über die sprachliche Ausgestaltung der Texte einen Eindruck vermitteln, welche Personen hinter der Kanzlei stehen und einen direkten Einblick in Ihre Kanzleiphilosophie geben. Formulieren Sie eher distanziert und im juristischen Sprachgestus, werden Sie andere Mandanten ansprechen, als wenn Sie korrekt, aber direkt formulieren.

Für alle Sprachfarben gibt es die richtigen Leser – je nach Bereich, in dem Sie beraten, ist ein Sprachstil angemessen oder „vollkommen daneben“. Etwas verkürzt gesagt: Den Inhaber eines mittelständischen oder großen Unternehmens mit Beratungsbedarf im Bereich M&A muss man anders ansprechen als einen Sozialhilfeempfänger, der Ärger mit dem Amt hat. Aber man sollte das dann auch wirklich tun!

Fazit: Potienzielle Mandanten im Blick behalten

Kommen Sie Suchmaschinen bei der textlichen Gestaltung der Website entgegen, wird Ihre Kanzleiwebsite im Netz gefunden. Kommen Sie Lesern mit verständlichen, übersichtlichen Texten entgegen, haben Sie eine gute Chance, dass ein Leser Sie kontaktiert, um sich von Ihnen beraten zu lassen. So funktioniert Mandantenakquise ganz von selbst.

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