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Suchmaschinenoptimierung

Bei Suchmaschinenwerbung (AdWords etc.) und bei Suchmaschinenoptimierung (SEO) kommt es auf einiges an – vor allem aber auf die richtigen Keywords bzw. Schlagwörter als Basis dieser Marketingaktivitäten. Dabei ist es wichtig, nicht irgendwelche Schlagwörter einzusetzen. Es sollten schon die richtigen Schlagwörter für Ihre Kanzlei und Ihr Beratungsangebot sein.

Aber noch wichtiger: es müssen für die Ratsuchenden, die Sie in Ihrer Kanzlei begrüßen wollen, die richtigen Keywords sein. Keywords, die Ihre Wunschmandanten im Internet suchen. Aber genau diese Keywords zu finden, die Ihre Wunschmandanten quasi magisch anziehen und die Sie für diese Menschen im Internet sichtbar machen, ist eine Kunst für sich.

Was sind Keywords und warum sind sie wichtig?

Genau genommen sind Keywords nur für eines wichtig: Für Suchmaschinen und Suchmaschinenanfragen von Menschen auf der Suche – in Ihrem Fall auf der Suche nach einem Rechtsanwalt oder Steuerberater. Sucht eine Person beispielsweise „Steuerberater Umsatzsteuer München“, durchsuchen Suchmaschinen Internetseiten nach Inhalten, die zu diesen Schlagworten passen. Beinhaltet z.B. eine Kanzleiwebsite dann im richtigen Umfang die passenden Schlagworte – also „Steuerberater“ „Umsatzsteuer“ „München“ – ist die Wahrscheinlichkeit deutlich höher, dass diese Website dem Suchenden angezeigt wird, als ohne diese Keywords im Inhalt der Seite. Deswegen sind Keywords also z.B. für Suchmaschinenoptimierung und die Sichtbarkeit in der Google-Trefferliste entscheidend – auf der Website, im Blog und bei anderen Online-Veröffentlichungen.

Genauso wichtig sind diese Keywords für „Werbeanzeigen“ im Internet – also z.B. für Google AdWords. Schaltet man solche Anzeigen, kann man festlegen, bei welchen Schlagworten, die der Ratsuchende bei Google eingibt, ihm die Anzeige angezeigt wird. Auch hier ist das richtige Keyword also enorm wichtig, um „die Richtigen“ anzusprechen.

Richtige Keywords finden: Brainstorming reicht nicht

Um die richtigen Keywords zu finden ist ein Brainstorming ein guter Anfang – mehr aber auch nicht. Sinn macht das, weil Sie hier in etwa festlegen können, auf welche Begriffe und Mandanten Sie sich konzentrieren wollen. Nicht jeder Anwalt für Mietrecht will sich mit Nebenkostenabrechnungen herumschlagen, aber vielleicht mit Fragen zu Kautionsrückzahlungen. Nicht jeder Steuerberater will sich mit Umsatzsteuerproblemen von Einzelunternehmern herumschlagen – andere sind genau darauf spezialisiert.

Nach einem Brainstorming sollte man die ermittelten Keywords aber ggfs. überprüfen: Entweder indem man selbst die Keywords bei Google eingibt und nachsieht, was Google als Suchanfrage über die Autovervollständigung dazu vorschlägt. Oder Sie lassen einen Profi eine Keyword-Analyse machen, die Ihnen sehr genau Auskunft gibt, wie oft welcher Begriff in welchem Gebiet (Stadt, Bundesland, Land etc.) gesucht wird. Die Ergebnisse werden Sie nicht selten überraschen…

„Short Head“ und „Long Tail“: Oberbegriffe oder Einzelproblem

Eine solche Analyse ist dann die Ausgangsbasis für die Entscheidung: Will ich zu Begriffen gefunden werden, die häufig gesucht werden, oder will ich mich gut zu speziellen Einzelproblemen positionieren? Denn es kommt für erfolgreiche Suchmaschinenwerbung und Suchmaschinenoptimierung nicht zwingend darauf an, nur zu sehr stark gesuchten Begriffen gefunden zu werden.

Natürlich ist auch diese Strategie – ausgerichtet an übergeordneten Suchbegriffen (sog. „Short Head“) – vollkommen in Ordnung. Die Frage ist nur, ob sie effizient ist. Die Alternative ist, seltenere  Suchanfragen mit Hilfe der Keywords zu Einzelproblemen abzugreifen (sog. „Long Tail“). So können Sie Ratsuchende auf Ihre Website ziehen, die vermutlich ein bereits recht konkretes Problem haben. Das kann „Einkommenssteuerbescheid anfechten“ sein statt allgemein „Steuerberater München“ oder „Kündigungsschutzklage“ statt „Fachanwalt für Arbeitsrecht“.

Was das für Vorteile für Sie hat? Sie zeigen den Ratsuchenden sofort – ob AdWords-Anzeige, Blogbeitrag oder Themenseite auf der Website – dass Sie mit dem Problem, das er gerade hat, vertraut sind und ihm die passende Beratung anbieten. Ist Ihre Website dann kontaktoptimiert gestaltet – Telefonnummer präsent, gutes Kontaktformular – ist der Griff zum Hörer beim Ratsuchenden nicht mehr fern…

Agenturen und Ihre Versprechungen

Keywords, die Ermittlung der richtigen Keywords und die richtige Umsetzung der Keyword-Strategie in Anzeigen oder Texten ist in der Tat eine Kunst für sich.

Achten Sie bei SEO-Agenturen/-Beratern in diesem Bereich darauf, dass Agenturen Ihnen nicht „Erfolge“ von Kundenprojekten als Erfolge verkaufen, die keine sind: Mit Keywords, die kein Mensch sucht, ist es SEHR einfach eine gute Platzierung der Website bei Google vorzuweisen und das auch in kürzester Zeit! Lassen Sie sich von so etwas nicht blenden. Eine gute Agentur erkennen Sie vielmehr daran, dass Sie keine absoluten Platzierungszusagen macht – solche Zusagen sind schlichtweg über die Dauer nicht möglich und damit unseriös.

Beauftragen Sie Agenturen mit Suchmaschinenmarketing achten Sie bitte darauf, dass die Agenturen ein gewisses Gespür für Ihren Beruf und Ihr Beratungsangebot haben. Das trägt enorm dazu bei, dass Ihre Anzeigenkampagnen effizient gestaltet werden. Keywords, die nur Kosten verursachen, zu deren Themen aber keinerlei Anfragen in der Kanzlei eingehen, sind einfach die falschen oder die Anzeigen sonst ineffizient gestaltet – Wegerecht im Immobilienrecht beispielsweise.

Tipps zum Thema Keywords:

  1. Ermitteln Sie selbst konkret die Bereiche, in denen Sie Mandanten akquirieren wollen und Mandate effizient bearbeiten können.
  1. Denken Sie dabei in den Problemkategorien der Ratsuchenden! Keywords lauten eher „öffentliches Baurecht“ als „Baugenehmigung“, bei Steuerberatern nicht „Einkommenssteuerrecht“ sondern z.B. „Steuerbescheid anfechten“.
  1. Lassen Sie Ihre Keyword-Ansätze aus dem Brainstorming mit Hilfe einer professionellen Keyword-Analyse überprüfen.
  1. Setzen Sie bei Anzeigen auf Begriffe zu konkreten Problemen („Long Tail“)! Es ist viel besser, wenn weniger Leute auf eine Anzeige klicken (Kosten je Klick!), aber ein relativ hoher Anteil der „Klicker“ anruft, weil Sie genau auf sein Problem eingehen!
  1. Ein Vergleich mit Ranking-Ergebnissen von gefühlten Mitbewerbern in Ihrem Beratungsmarkt für bestimmte Keywords ist sinnvoll. Aber: Ihre Strategie sollte von Ihren individuellen Zielen geprägt sein und nicht nur davon bestimmt sein, was die Konkurrenz unternimmt.

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